
Das Ende der Urlaubszeit setzte nicht den ersehnten Impuls. Die Nachfrage nach Standard-Thermoplasten zog zwar etwas an, aber bei weitem nicht so stark wie erhofft. Da zudem die Vorproduktkosten nachgaben tendierten die Preise Anfang September 2026 bei allen Werkstoffen durch die Bank nach unten.
Bei den Polyolefinen hatten einige Erzeuger sogar zunächst versucht, die Preise nach oben zu stemmen. Angesichts der schwachen Nachfrage und der guten Versorgungslage war diesem Anliegen aber kein Erfolg beschieden. Ähnlich verhielt es sich bei den Styrolkunststoffen, bei denen nicht-rückwärts integrierte Anbieter vor einem gravierenden Problem standen: Die Knappheit von Styrol hatte den Einkauf an den Spotmärkten deutlich verteuert, und dennoch drängten Verarbeiter angesichts der rückläufigen SM-Referenz auf hohe Abschläge.