
Wie erwartet: Im Juli 2026 kam es zu einem Preissturz, nachdem das zwischenzeitliche Tauwetter zwischen den USA und dem Iran den Ölpreis zunächst absacken ließ. Im Windschatten von Öl, Naphtha und Benzol rauschte die Styrol-Referenz um 270 EUR/t nach unten und riss die Notierungen für Polystyrol, EPS und ABS mit sich. Wegen der ausgeprägt schwachen Nachfrage, bei der sich die einsetzende Urlaubszeit bemerkbar machte, ging die Abschlagshöhe oftmals über den reinen Kostenfaktor hinaus.
Doch das Blatt hat sich mittlerweile gewendet. Die neuerliche Eskalation des Nahost-Konflikts beförderte den Ölpreis wieder nach oben, und auch Styrol verteuerte sich im August wieder (+149 EUR/t). Somit trifft der Markt auf die ungünstige Situation von hohen Preisen und weiterer Verteuerung bei einer extrem schwachen Nachfrage, die im Zenit der Urlaubszeit noch einmal schwächer ausfallen wird als im Juli.