
Die Volatilität der Preise für Polyethylen hat ein noch nie gesehenes Ausmaß erreicht. Auf den immensen Kostensprung von Ethylen packten die Anbieter aufgrund der massiven Verwerfungen des Nahost-Konflikts noch einmal eine gehörige Schippe obendrauf. Zusammen mit den für Verarbeiter bereits schmerzhaften März-Aufschlägen ist PE somit im Schnitt um 1.100 bis 1.200 EUR/t teurer als noch im Februar.
Vorkäufe von Verarbeitern hatten der Preisdynamik zusätzlichen Schub verliehen. Noch im April ebbten die Vorkäufe jedoch ab, zumal Kunden der Verarbeiter an ihre finanzielle Belastungsgrenze gestoßen sind und bei ihren Bestellungen auf die Bremse traten. Unterdessen reichte das PE-Angebot aus, sodass Produzenten ihre Kontraktvereinbarungen bedienen konnten. Allerdings beeinträchtigte die eingeschränkte Verfügbarkeit des zentralen Vorprodukts Ethylen den Ausstoß von PE.