
Die Preisaufschläge im Oktober 2026 hatten es in sich: Mehr oder weniger im Gleichklang mit der stark gestiegenen Styrol-Referenz (+279 EUR/t) schossen die Preise für Polystyrol und EPS kräftig nach oben, und auch ABS verteuerte sich im Rahmen der deutlich angezogenen Kompositkosten.
Mehrere Produzenten hatten zunächst noch höhere Preisanhebungen gefordert und dabei auf den heftigen Kostenanstieg für Energie verwiesen. Nicht rückwärts integrierte Anbieter hatten zudem noch das Problem, dass sie Styrol sehr teuer über die Spotmärkte beziehen mussten und diese Einkaufskosten ebenfalls berücksichtigen wollten. Jedoch konnten die Erzeuger ihre Forderungen nach Aufschlägen über den Monomerkostenanstieg hinaus aufgrund der schwachen Nachfrage zunächst nicht durchsetzen. Erst als sich die Anzeichen für weitere Preisaufschläge im November verdichteten, wendete sich das Blatt.