
Mit meist deutlich dreistelligen Aufschlagsforderungen für alle berichteten Komponenten gingen Erzeuger in die Septemberverhandlungen. Da sich die Nachfrage aber gleichzeitig in geringerem Umfang verbesserte als erwartet, blieb nach zähen Verhandlungen nur ein kleiner Teil der Aufschläge auf der Haben-Seite übrig. Mit dem Ende der Ferienzeit kam zwar etwas Leben in die Nachfrage. Trotzdem blieben die Abrufe aus den Segmenten Automobilbau, Möbel und Komfort hinter den Erwartungen zurück. Einige Verarbeiter berichteten hingegen von erfreulich gut anlaufenden Projekten im Bausektor.
Auch im Oktober stehen schwierige Verhandlungen für Isocyanate und Polyole an. Vor allem bei MDI und TDI werden Erzeuger erneut auf Preisanpassungen von bis zu +300 EUR/t pochen. Diese Forderungshöhe wird der Markt wohl nicht vollständig erfüllen können. Mit spürbaren Aufschlägen werden sich Verarbeiter aber anfreunden müssen.